Hebebühne für den Projektor in der oberen Aula
Wahlpflichtfach Physik, Prof. Mag. Robak, BG/BRG Horn

Im März 2010 begann das Team des WPF Physik, bestehend aus 5 Schülern der 11. und 12. Schulstufe, mit der Arbeit an einer Hebebühne. Ziel des Projekts war es, diese selbst zu entwerfen und zu bauen, sodass die Konstruktion später in der Decke der oberen Aula zum Herabsenken des Videoprojektors genutzt werden könnte.

In den ersten Stunden beschäftigten wir uns mit der theoretischen Seite des Projekts und fertigten eine Simulation der Hebebühne im Programm Euklid an. Wir brachten einige Ideen zur Realisation des Vorhabens sowie mögliche auftretende Probleme und Lösungsvorschläge zu Papier. Wenig später war das Rohmaterial eingekauft und wir begannen mit dem Vorbereiten der Einzelteile. Unsere erste Strategie zum Bohren der benötigten Löcher sorgte bedauerlicherweise für einige Ungenauigkeiten, die uns beim zunächst probeweisen Zusammenbau der Hebebühne auffielen. Wir fertigten daraufhin noch weitere Teile an, wobei wir stärker auf die Genauigkeit der Bohrungen achteten. Um die Ausschussquote niedrig zu halten erarbeiteten wir außerdem die strategisch möglichst günstige Platzierung der Haltebalken, die wir später Zwecks einfacherer Wartung nummerierten. Sobald sich im provisorischen Gesamtwerk Erfolge gezeigt hatten, begannen wir mit dem Lackieren. Insgesamt trugen wir 2 bis 3 Schichten Metalllack auf die Einzelteile auf.

Vor erneutem Zusammenbau der Hebebühne befreiten wir die Bauteile von überflüssigem Lack. Anschließend beschäftigten wir uns mit dem Rollladenmotor, der später die untere Plattform der Hebebühne aus der Decke heraus absenken sollte. Unsere ersten Ansätze fielen der Hebelwirkung zum Opfer: bei der Messung mit einem Newtonmeter ergaben sich zu hohe Kraftwerte. Schließlich fand sich eine Modifikation der Idee, die wesentlich geringeren Kraftaufwand benötigte und dem für diese Aufgabe auserwählten 400 N Kettenschubmotor ausreichend Spielraum für zusätzliche Belastung ließ.

Für die Installation der Hebebühne in der Decke vermaßen wir die derzeitige Hängevorrichtung des Videoprojektors und ermittelten so den uns zur Verfügung stehenden Platz. Im Juni 2010 war das Projekt abgeschlossen und wurde von den Schulwarten in der oberen Aula plangemäß installiert. Bei Nichtbenützung verschwindet der Videoprojektor jetzt elegant in der Decke, wo er gleichzeitig aus dem Weg und vor Beschädigungen geschützt ist.

Mitwirkende  Prof. Mag. Hannes Robak (Leitung), Franziska Gantner, Thomas Groll, Nikolaus König, Melanie Reinagl, Heinz-Georg Stangl

Besonderer Dank ergeht an den Schulleiter Dir. Senk, die Schulwarte Kropik, Pölzer, Raab und das WPF Mathematik.

by teacher 2010