19. April 2017 – Tag 1

Murphy’s Law heißt nicht nur der Rachekrimi Ein Mann sieht rot mit Charles Bronson im englischen Original, es ist auch ein nach dem Herrn Murphy benanntes Gesetz, welches folgendes besagt: “Anything that can go wrong, will go wrong.“ Der erste Tag unserer Sprachwoche in Brighton war dazu angetan, die Richtigkeit genau dieses Gesetzes zu beweisen.

Das Wetter dieses Mittwochs nach den Osterferien war so schlimm, dass es in England trotz der nicht berauschenden Vorhersage nur besser werden konnte. Wir absolvierten drei Schulstunden (ein besonders eifriger Schüler hielt sogar noch ein Chemiereferat!) und konnten uns danach stärken, bevor wir nach 13 Uhr in Richtung Flughafen Wien Schwechat aufbrachen. Dort setzte das Schneetreiben den Tragflächen unseres Flugzeuges dermaßen zu, dass sie erst mal enteist werden mussten, bevor an einen Start auch nur gedacht werden konnte. Einen der Schüler schien dies so abgeschreckt zu haben, dass er es vorzog, lieber zu Hause zu bleiben – nein, so war’s nicht. Ein fehlendes Visum war der Grund, dass das Gepäck dieses Schülers wieder ausgeladen werden musste und er von einer freundlichen AUA-Mitarbeiterin zu einem Taxi begleitet wurde. What a shame! Doch wir konnten in diesem Moment nicht wirklich etwas daran ändern.

Schließlich hoben wir gegen 17.30 Uhr ab – für die drei Schüler/innen, die zum ersten Mal einen Flug erleben durften ein durchaus spannender Augenblick! Interessant, was die AUA heutzutage als „Snack“ bezeichnet – bei dem kleinen Säckchen Soletti wären wir vielleicht auf eine andere Titulierung gekommen. Doch gut in London Heathrow gelandet, freuten wir uns schon auf die rasche Einreise – der eine kilometerlang Schlange vor den Schaltern vorerst mal einen Riegel vorschob. Und hier ließ Herr Murphy wieder grüßen! Der Pass eines armen Schülers rief Rotalarm aus – war er doch angeblich als gestohlen gemeldet. Der Arme verschwand im Interrogation Room – wir malten uns schon das Waterboarding und die „good cop/bad cop“-Spielchen der Beamten aus. Es sollte einige Zeit und den vereinten Anstrengungen von Irene Lindermaier-Brackin und Peter Schnaubelt, aber auch einer freundlichen Immigration-Lady bedürfen, um ihn wieder heil „auszulösen“.

Mit ordentlicher Verspätung trafen wir unsere Kontaktperson Simon, der uns das Gegenteil von schönem britischen Englisch vorführte, uns auf dem Weg zum Bus mit den Tücken von Flughafenaufzüge vertraut machte, die partout nicht das Stockwerk ansteuern wollten, für das die Knöpfte gedrückt wurden, und fast zwei Stunden später aufs Lebendigste veranschaulichte, auf wie komplizierte Weise man Schüler/innen in Taxis verfrachten kann.

Doch es ist vollbracht. Der Tag ist zu Ende und alle sind gut bei ihren Gastfamilien eingetroffen. Hoffen wir, dass sich Herr Murphy in den kommenden Tagen gnädig zeigen möge.

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