Im Rahmen des Geschichtsunterrichts in der Klasse 4a wurde von den Schülerinnen und Schülern im Laufe des ersten Semesters eine Portfolio-Arbeit über das Leben eines Großelternteils erstellt. Letztendlich sollte ein Bild eines Lebens aus dem 20.Jahrhundert entstehen, das sowohl persönliche als auch allgemeine Ereignisse nebeneinander aufzeigt bzw. miteinander verknüpft.

Die Ergebnisse dieser Beschäftigung mit der Vergangenheit waren durchgehend beeindruckend und umfangreich gestaltet.

Besonders erfreulich war, dass sich zwei der befragten Großeltern, nämlich Herr Dr. Franz Rösslhuber, der Großvater von Vincent Plank, der eigens aus Salzburg anreiste, sowie Frau Inge Kofler, die Großmutter von Andreas und Tiziana Kofler, bereiterklärten, am 11.2.2019 zu uns an die Schule zu kommen und uns hautnah von ihren Kindheits- und Jugenderlebnissen zu berichten.

Da beide in Westösterreich geboren und aufgewachsen sind, und aus historischer Sicht besonders interessant, bereits in den Jahren 1932 beziehungsweise 1939 zur Welt kamen, bot sich für die meisten Jugendlichen, deren Großeltern oftmals um 1950 im Waldviertel das Licht der Welt erblickten, eine einzigartige Möglichkeit, Zeitzeugen des 2. Weltkriegs über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem NS-Regime noch dazu aus einer uns – geografisch bedingt - weniger bekannten Perspektive sprechen zu hören.

Dr. Rösslhuber besuchte von 1942 bis 1945 die „Deutsche Heimschule Kreuzberg“ bei Bischofshofen, die 1938 von den Nationalsozialisten  installiert wurde. Er berichtete über den straff organisierten Schulalltag, wobei Zucht und Ordnung sowie körperliche Ertüchtigung oberste Priorität hatten.

Frau Kofler erzählte vor allem von ihrer Kindheit und Jugend in Tirol während der französischen Besatzungszeit, ihrem Schulalltag in einer, wie damals üblich, reinen Mädchenschule und dem ersten Tanzkurs.

Die zweistündige Reise in die Vergangenheit war für alle interessant und bereichernd. An dieser Stelle sei den beiden ProtagonistInnen nochmals herzlichst gedankt. (Julia Müller)

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