Man kann im Geschichtsunterricht viel über frühere Zeiten erfahren. Doch wenn man auch noch mit Menschen spricht, die diese Zeiten selbst erlebt haben, wird Geschichte so richtig spannend.

Im Rahmen eines Zeitzeugenprojektes, das von Prof. Gerald Schober organisiert wurde, trafen die Schüler*innen der 7a im Horner Kunsthaus drei Personen aus Horn und Umgebung: Herta (geb. 1935) und Erich Schmudermayer (geb. 1940) sowie Ferdinand Berger (geb. 1940).

Herr Schmudermayer und Herr Berger führten uns durch das ehemalige Horner Piaristengymnasium, das heutige Kunsthaus. Dabei ließen sie mit ihren Geschichten von Lehrern und Lausbubenstreichen den Schulalltag der 1950er-Jahre wieder lebendig werden. In der ehemaligen Bibliothek erzählten die drei Zeitzeugen dann packende Geschichten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der Besatzungszeit, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden. Außerdem konnten wir uns dort interessante alte Bücher ansehen, z.B. eines, aus dessen Ledereinband sich ein russischer Soldat eine neue Schuhsohle geschnitten hat.  

Danach führte Herr Berger uns durch die Räumlichkeiten der alten Druckerei und brachte uns näher, wie früher Bücher und Plakate hergestellt wurden. Zum Abschluss gewannen wir in der Kutschensammlung von Herrn Berger einen Einblick in die Entwicklung des Individualverkehrs – von Alltags- und Reisekutschen bis zu einem über hundert Jahre alten Auto.

Text und Fotos: Gerald Schober