Das BRG Horn bekennt Farbe und hisst zum Auftakt des Pride-Month Juni die Regenbogenfahne im Schulhof. Die Fahne symbolisiert mit all ihren Farben des Regenbogens die Vielfalt der Gesellschaft, in der wir leben, und das möchte unsere Schulgemeinschaft unterstützen.
Die Regenbogenfahne ist schon längst nicht mehr „nur“ ein Aushängeschild der Homosexuellen- bzw. LGBTQ+-bewegung, sondern ist zum weltweiten Symbol für Akzeptanz, Toleranz, Gleichberechtigung, Diversität und ein harmonisches Miteinander geworden. Für diese Werte treten wir ein, diese leben wir täglich gemeinsam an unserer Schule und diese möchten die Pädagog:innen an ihre Schüler:innen vermitteln.
Nebst ihrer Funktion als Aushängeschild für die internationale Friedensbewegung, haben die einzelnen Farben der Fahne ebenfalls Symbolcharakter: Rot für das Leben, Orange für das Heilen/ die Gesundheit, Gelb für die Sonne, Grün für die Natur, Blau für Harmonie und Violett für den Geist/ die Seele.
Der Begriff „pride“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Stolz“. Jeder Mensch sollte auf sich stolz sein und sich so akzeptieren können, wie er/sie ist/sind. Grundlegende Werte wie Achtung vor sich selbst und anderen, den eigenen Selbstwert erkennen und die Entwicklung einer individuellen Persönlichkeit, die sich weder rechtfertigen, noch verstecken muss, werden mit der Regenbogenfahne zum Ausdruck gebracht.
Der Pride-Month Juni wird unter anderem mit der jährlichen Regenbogenparade in Wien und dem Hissen zahlreicher Regenbogenfahnen an vielen öffentlichen Einrichtungen zelebriert. Warum gerade der Juni? Ein Vorfall am 28. Juni 1969 in einer New Yorker Bar, bei dem Polizisten eine lesbische Frau schikanierten, brachte das mit sozialen Ungerechtigkeiten und Problemen gefüllte Fass zum Überlaufen. Die homo- und transsexuellen Besucher:innen dieser Bar widersetzten sich der Polizeiwillkür und starteten damit die „Pride“-bewegung. Diesem ersten Aufstand von „queeren“ Menschen folgte eine jahrzehntelange internationale Protestbewegung gegen Gewalt und Unterdrückung, die heute noch andauert. Protestiert wird gegen Homo- und Transphobie, so wie gegen Diskriminierung jeder Art.
Besonders Akzeptanz und Anerkennung sollen im Pride-Month neu aufgegriffen und Bewusstsein dafür geschaffen werden. Eine Fahne im Zeichen der Solidarität und die Verwendung der richtigen Namen und Pronomen reicht meist vollkommen, um die richtige Message zu verbreiten und Verbundenheit zu zeigen. Daran möchten wir anknüpfen und ein sichtbares Zeichen für Rücksicht, Gleichbehandlung und die Mannigfaltigkeit in unserer Gesellschaft setzen. Daher hisst unsere Schule die Regenbogenflagge im Schulhof, um zu zeigen, dass viele Farben das Leben bunter machen!
Text: Sullivan Pökl (6A) und Prof. Mag. Irene Lindermaier-Brackin, MBA
Fotos: Mag. Peter Schnaubelt