Von 26.2. – 1.3.2026 hat auch heuer wieder die Bildungsreise nach Brüssel der Landesschülervertretung Niederösterreich unter dem Motto „Brücken zur EU“ stattgefunden. Dieses Jahr durften meine erste Schulsprecherstellvertreterin, Franziska Wunderer, und ich, Schulsprecher Leopold Grusch, an der Reise teilnehmen und viele neue Erkenntnisse gewinnen.

1. Tag – Anreise + EU-Parlament

Schon früh am Morgen des 26.3. sind wir ins Flugzeug gestiegen und kurze Zeit später in Brüssel gelandet. Nach einer kurzen Pause sind wir gleich weiter zum EU-Parlament gefahren und haben dort einem Vortrag eines Abgeordneten zum Europäischen Parlament, Lukas Mandl, gelauscht. Dieser hat uns seinen Arbeitsalltag geschildert und den Weg eines europäischen Gesetzes. Nach dieser spannenden Diskussion haben wir uns das „Herz jeder Demokratie“, den Plenarsaal, anschauen dürfen, in welchem alle 720 Abgeordneten von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten Platz finden.

2. Tag – Weitere EU-Institutionen

Am zweiten Tag hatten wir ein volles Programm und begonnen hat der Vormittag mit einem weiteren Vortrag einer Abgeordneten zum Europäischen Parlament. Diesmal hat uns Lena Schilling ihren Arbeitsalltag geschildert und ist ebenfalls auf unsere Fragen rund um die demokratischen Prozesse in der EU eingegangen.

Gleich im Anschluss sind wir zur „Regierung der EU“, der Europäischen Kommission, gefahren. Dort wurden wir von Kabinettsmitarbeitenden von dem österreichischen EU-Kommissar Magnus Brunner empfangen, mit welchen wir abermals eine Diskussion führen durften.

Von der EU-Kommission ging es dann eine Straße weiter zum Rat der Europäischen Union, in welchem sich die 27 Mitgliedsländer über Gesetzesvorschläge der EU-Kommission beratschlagen. Nach einem langen Security Check sind wir von einem Mitarbeiter durch das Gebäude begleitet worden. Nachdem wir über eine Brücke zum Europäischen Rat – dieser ist nicht dieselbe Institution – gegangen sind, standen wir genau vor dem roten Teppich, auf welchem die berühmtesten Personen auf und ab gehen. Das war eines der vielen Highlight dieser Reise.

Nach einem sehr langen Tag war es aber noch nicht vorbei. Der letzte Stopp war die Österreichische Ständige Vertretung – in anderen Worten die Österreichische Botschaft für die EU.

3. Tag – Geschichte und belgische Kulinarik

Die nächsten zwei Tage waren entspannter und wir konnten auch das „belgische Brüssel“ erkunden. Jedoch haben wir uns am Vormittag das Haus der Europäische Geschichte angeschaut, denn die Vergangenheit beeinflusst das Denken und Handeln der Gegenwart – zumindest wäre es wünschenswert.

Danach sind wir aufgebrochen zu einer Stadtführung durch Brüssel, bei welcher wir den Königspalast, den Grote Markt und viele andere Sehenswürdigkeiten besichtigt haben. Natürlich durften zwischendurch die belgischen Nationalspeisen nicht unbeachtet bleiben, denn Waffeln und Pommes kommen nicht zufällig aus Belgien.

4. Tag – Abreise

Der letzte Tag war der Abreise gewidmet, denn nachdem einige die letzten Souvenirs eingekauft hatten, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und kehrten mit vielen neuen Erfahrungen, spannenden Begegnungen und Kontakten mit unzähligen Schülervertretungen über ganz Niederösterreich verteilt nach Hause zurück.

Text: Leopold Grusch

Fotos: Franziska Wunderer