Tag 1:

Nach einem angenehmen Flug sind wir gestern gut in Mallorca angekommen. Auch 2 Flugneulinge haben den Flug nach Palma gut hinter sich gebracht. Dort angekommen, fuhren wir mit dem Bus zur Sprachschule, wo uns die Gasteltern erwarteten. Bevor wir an diese „verteilt“ wurden, überreichte uns der Vertreter der Sprachschule eine Trinkflasche als kleine Aufmerksamkeit. Den ersten Abend verbrachten wir bei unseren „neuen Familien“ und alle fielen schließlich erschöpft ins Bett.

Tag 2:

Pünktlich um 9:45 trafen wir bei unserem Treffpunkt bei der Sprachschule ein… niemand war verloren gegangen, alle erzählten sehr zufrieden von ihrer Gastfamilie… und wir konnten uns auf den Weg quer über die Insel zu den „Cuevas del Drach“ machen. Der Reiseleiter erzählte uns seeeehr viel über Land, Leute und Kultur Mallorcas… natürlich auf Spanisch! In der riesigen Tropfsteinhöhle begeisterten uns die tollen Formationen der Stalaktiten und Stalagmiten, zum Schluss wurden uns auf dem großen See in der Höhle ein paar klassische Werke dargeboten. Die Musiker fuhren in Booten und die großartige Akustik und die bezaubernden Lichtspiele in diesem gewaltigen unterirdischen Raum beeindruckten uns sehr.

Danach hatten wir Zeit bei wunderbarem Wetter Porto Cristo und seinen Strand zu genießen… hoffentlich ohne Sonnenbrand! Das Wasser war recht kalt und trotzdem wagten sich fast alle in die Fluten des Mittelmeeres. Der Strand liegt direkt unterhalb der riesigen Villa Rafa Nadals; auch sein Katamaran lag im Hafen in der Nähe des Strandes. Zur Abkühlung genossen wir noch ein Eis und fuhren dann wieder mit dem Bus nach Palma, wo die Gasteltern mit einem Abendessen auf uns warteten.

Morgen wird ein harter Tag...

Tag 3:

Ohne Worte…….

Tag4:

Um 9 Uhr trafen wir uns bei der Sprachschule, wo wir zuerst ein schriftliches Feedback über unsere Gastfamilien ausfüllen mussten. Danach wurden wir in 2 Gruppen geteilt und unseren Lehrern zugewiesen. Nach etwas mehr als 3 Stunden (inklusive Pause) hatten wir Zeit für ein gemütliches Mittagessen.

Weiter ging es im Programm mit Pere, der uns durch das „centro histórico“ führte, und uns einiges Interessante über die Geschichte und Kultur Palmas auf Spanisch erzählte. Nach eineinhalb Stunden Führung durch die Stadt (es kam uns manches ein wenig „Spanisch“ vor 😉) wurden wir zum Abschluss bei der gothischen Kathedrale „La Seu“ entlassen. Einige kulturell Begeisterte schauten sie sie auch von innen an. Damit war der Arbeitstag beendet und wir konnten den Abend individuell ausklingen lassen.

Tag 5:

Nach einem abwechslungsreichen Vormittag in der Sprachschule mit Zeiten, Vokabeln und Stadt-Land-Fluss auf Spanisch, führte uns Pere zum zeitgenössischen Museum „Es Baluard“. Zuerst ging es gemeinsam auf die Terrasse, von wo aus wir einen wunderschönen Blick auf den Hafen und zur Kathedrale hatten. Herzklopfen sorgte ein junger Mann in Badeshorts, der auf einem meterhohen Freiluftkunstwerk saß. Keiner wusste, wie er hinaufgekommen war, er aber kletterte nach kurzer Pause behände über die Struktur wieder nach unten. Danach hatten wir Zeit in unserem eigenen Tempo die teils skurrillen Ausstellungsstücke, Bilder und Collagen zu betrachten. Den kulturellen Nachmittag beendeten wir nach einem Besuch bei der Statue des Freibeuters Jaime Ferrer in „La Lonja“ (Seehandelsbörse), die durch ihre gotische Architektur besticht.

Tag 6

Die Schule brachte heute Wissen über Verhaltensregeln an öffentlichen Plätzen, über Unterschiede in den Tagesabläufen in Österreich und Spanien, das Formulieren von Ratschlägen, und viele neue Vokabel und Strukturen. Mit Hilfe eines Kartenspiels wurden wir motiviert gegenseitig Informationen über verschiedene Plätze und Orte zu erfragen.

Auf Vorschlag unserer Lehrerinnen begaben sich manche von uns zu Mittag auf den „Mercat de l’Olivar“, ein großer traditioneller Markt mit dem besten Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten, Käse und Wurstwaren sowie einem breiten gastronomischen Angebot.

Mit reichlich spanischer Verspätung startete unser „taller de Flamenco“, Flamenco Workshop. Doch das Warten lohnte sich: die Lehrerin, Natalia, begann mit viel Energie und ein paar Aufwärmübungen uns einige Grundschritte des Flamencos beizubringen. Was uns dabei besonder schwer fiel war das energische Auftreten einer/s Flamencotänzerin/-tänzers. Immer wieder erinnerte sie uns an die stolze aufrechte Haltung, die bei diesem Tanz besonders charakteristisch ist. Mit viel Spaß und Schwung schafften wir bald ein paar Schrittverbindungen zu Musik zu tanzen. Das kräftige „Olé!“ durfte natürlich nicht fehlen. Nach einer Stunde waren wir erschöpft aber begeistert von diesem eindrucksvollen spanischen Tanz.

Tag 7

Die vielen Jahreszahlen, die wir während der Woche kennenlernten, brachten uns zum Grübeln. Daher lag der Fokus am Vormittag unter anderem darauf die Zahlen spielerisch zu wiederholen. Gut so, denn die Führung durch den Königspalast „Palacio Real de La Almudaina“ (vom Arabischen „almudena“, das als „Festung“ übersetzt wird) war gespickt mit den Jahreszahlen seiner Entstehungsgeschichte. Wir wurden von einer spanischen Führerin durch die imposanten Räume geleitet, wo wir bewundernd die prunkvollen Repräsentationsräume des Königs Felipe durchschritten. Sehr interessant war auch die „alte Sauna“ aus dem 14. Jahrhundert, die nach römischem Vorbild im Anfangsstadium des Palastes eingebaut worden war.

Um bei der Badekultur zu bleiben, …. einige von uns gingen nach dem Besuch des Palastes zu den „Banys Àrabs“ (arabischen Bäder), die aus dem 11. Jahrhundert stammen. Der mittlere Saal des Baus war das Dampfbad und überrascht den/die Besucher/in mit einer eindrucksvollen Kuppel und den Löchern darin. Die angrenzende Gartenanlage besticht durch ihre Monsterabeete, Lauben und Verweilmöglichkeiten.

Als Abschluss unserer Sprachwoche gingen wir alle gemeinsamen Paellas essen. Wir hatten uns dieses typisch spanische Essen durch unsere Verdienste beim Buffet in der Schule im Vorhinein verdient. Die Nachspeise, ein „Ensaimada Pudding“, war nicht jedermanns Sache, trotzdem genossen wir den Abend sehr. Bei unseren Gasteltern angelangt, fielen wir nach dem Packen müde ins Bett.